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ODBC-Datenverbindung mit Access-Datenbanken auf 64-Bit-Betriebssystemen mit Microsoft Office 2010 32-Bit herstellen

Im LineLetter vom April 2012 sind wir ausführlich auf die Einrichtung von Access-Datenbankverbindungen auf 64-Bit-Betriebssystemen eingegangen. Damals haben wir ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Office vor der Installation der Datenbanktreiber deinstalliert sein muss. Außerdem haben wir ausgeschlossen, dass die Datenbanktreiber nicht installiert werden dürfen, wenn Sie die 32-Bit-Version von Microsoft Office 2010 verwenden wollen.

Zwischenzeitlich hat das Consulting-Team der Mensch und Maschine acadGraph GmbH einige Erfahrungen mit diesem Datenbanktreiber gewonnen. Eine nicht von Microsoft explizit offiziell unterstützte Installationsoption ermöglicht nämlich auch die Installation der Datenbanktreiber in den oben genannten Fällen, also dass ein vorhandenes Office nicht deinstalliert werden darf bzw. dass ein Microsft Office 2010 32-Bit zwingend verwendet werden muss: letztlich steht nur eine Hinweismeldung das SETUP-Programm der erfolgreichen Installation im Wege. Diese wiederum können Sie mit der Installationsoption /passive unterdrücken.

Gehen Sie also am besten wie folgt vor:

  • Starten Sie die Eingabeaufforderung als Administrator. Bitte beachten Sie, dass es nicht in jedem Fall ausreicht, mit Administrator-Rechten angemeldet zu sein. Am besten Sie öffnen das Windows-Startmenü und geben im Suchen-Feld cmd ein. Klicken Sie auf das Suchergebnis die rechte Maustaste und starten Sie im Kontextmenü den Befehl Als Administrator ausführen.


  • Navigieren Sie sich zur Installationsdatei. Sie liegt im Netzwerk? Hm, dann könnte es notwendig sein, sie zuvor auf den lokalen Arbeitsplatz zu kopieren oder innerhalb der gerade geöffneten MS-DOS-Eingabeaufforderung manuell erneut die Verbindung herzustellen, z.B.
    net use I: "\\server\Freigabe\Installationsdateien\Office 2010"
  • Starten Sie die Installation mit dem zusätzlichen Argument /passive.


  • Lassen Sie die Installation durchlaufen. Sie wird ohne Meldung beendet.
  • Das Servicepack 1 zur Access Database Engine für Office 2010 64-Bit können Sie nun ganz regulär mit Doppelklick aus dem Explorer starten: das Servicepack interessiert sich nicht für die installierte Office-Version.
  • Bitte kontrollieren Sie in der Registry die Schlüssel im Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\14.0\Common\FilesPaths. Finden Sie dort einen Eintrag mso.dll, benennen Sie ihn in mso.bak um oder löschen Sie ihn gar, denn die 32-Bit-Variante von Microsoft Office 2010 benötigt diesen Eintrag nicht. Nur die 64-Bit-Version nutzt diesen Schlüssel.

Da diese Art der Installation aufgrund der von den Vorgaben abweichenden Systemvoraussetzungen von Microsoft nicht supported wird, ist nicht auszuschließen, dass ungewünschte Nebeneffekte auftreten. In sehr seltenen Fällen kann eine nachträgliche Reparatur der Microsoft Office-Installation erforderlich sein.

Ist eine Installation der 32-Bit-Variante von Microsoft Office 2010 unumgänglich, empfehlen wir erst die Installation des Office und die anschließend die Installation der Datenbanktreiber auf oben genanntem Weg, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass das Installationsprogramm von Microsoft Office 2010 32-Bit verschnupft auf die zuvor installierten 64-Bit-Datenbanktreiber reagiert und sich dann nicht installieren lässt. Die Installation des Microsoft Office 2010 32-Bit mit dem Schalter /passive ist ungleich schwieriger.

Viel Erfolg wünscht Ihr Consulting Team der Mensch und Maschine acadGraph GmbH!

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